"Solange es aus unserem Herzen kommt, können wir über alles und jeden schreiben." Elif Shafak
Rabenschwarze Schatten
In tiefer Dunkelheit beginnt die Inszenierung "Brandenburger Märchen", die lokale Euthanasiegeschichte thematisiert. Ein kleiner Junge erlebt auf einer langen Zugreise, wie zwei Menschen mitten in der Nacht verschwinden. Weiterlesen →
Ungeheuer magische Momente
Mit Masken und Schwertern bewaffnet stürzten sie, das wartende Publikum fröhlich beiseite schiebend, aus dem Saal der fabrik ins Freie. Um draußen lautstark ums hell lodernde Feuer zu tanzen. Mit einem sogenannten "english mumming play" beginnt die Jubiläumsinszenierung des Wandertheaters "Ton und Kirschen", das in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Weiterlesen →
Zukunftsvisionen
Die hatten noch gefehlt bei Unidram: Zukunftsvisionen für eine Welt, die schon lange von Krise zu Krise taumelt. "2062", die faszinierende Live-Cinema-Produktion von Karla Kracht und Andrés Beladiez versuchte genau dies am Abschlussabend. Weiterlesen →
Oszillierende (Alb-)Traumwelten
Der Endspurt hat begonnen am Freitagabend bei Unidram. Und was für einer: Das Festival wartete am vierten Tag mit neun Vorstellungen in fünf Stunden auf. Nach dem Performance-Marathon vom Vortag – das tschechische Vater-Sohn-Drama wirkte immer noch nach – war eigentlich nicht mehr viel Platz für weitere Bilder und noch mehr aufwühlende Emotionen. Weiterlesen →
Kalt, ungerecht und ärgerlich?
Der dritte Tag bei Unidram gehörte fast vollständig der wuchtig-zarten Vater-Sohn-Performance des tschechischen Cirk La Putyka. Und während bei dieser vierstündigen Aufführung bis zur Hälfte Kommen und Gehen erlaubt war, herrschte bei "Artica" ein strenges Reglement. Weiterlesen →
Gewaltige Innenschau
Während zur Eröffnung von Unidram viele Köpfe rollten, begann auch der zweite Abend mit einer ungeheuren Grausamkeit. In dem Stück "Agha Mohammad Khan" der Studententheatergruppe "Amata" aus Teheran, steht der persische Schah gleichen Namens im Mittelpunkt. Weiterlesen →
Angstlust
Der Tod ist allgegenwärtig. Doch in unserem modernen Alltag kaum noch direkt zu erleben. Stattdessen zieren Totenköpfe bereits die Bekleidung Sechsjähriger – nicht nur zu Halloween. Genau in dieser gruseligen Nacht auf Allerheiligen startete in diesem Jahr auch das 24. Unidram-Festival. Weiterlesen →
Brücken bauen
Eine Person mit einer Balancierstange setzt vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Ein Drittel des Weges hat sie schon hinter sich, was vor ihr liegt, kann sie nur erahnen. Und: dahin muss sie erst kommen. So wie diese Figur könnten sich Menschen fühlen, die nach Deutschland geflüchtet sind. Weiterlesen →
Auf in den Süden!
Haben Sie schon einmal versucht, eine Strickleiter nach oben zu klettern? Solch ein äußerst schwankendes Teil hing Ende September von der Kuppel des Montelino-Ciruszeltes in Potsdam herab. Die Leiter gehörte zur Inszenierung "Etwas Besseres als den Tod findest Du überall", die das Team vom Integrationstheater Teufelssee zur Premiere brachte. Weiterlesen →
Reise zu den eigenen Wurzeln
Es ist gar nicht so leicht, die Flut der Bilder, Gedanken und Assoziationen zu bündeln, wenn man "Kyo Shu" – Briefe nach Hause mit Noriko Seki vom Theater Nadi gesehen hat. Dieses Bewegungstheater mit Masken und Musik feierte im September im T‑Werk Premiere. "Kyo Shu" bedeutet im Japanischen Heimweh und Herbstschmerz zugleich und die japanische Schauspielerin Noriko Seki, beleuchtet in der Inszenierung von Kenneth George ihr eigenes Leben.
